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Traditionsbahn Radebeul

Radebeul-Ost – Moritzburg – Radeburg

Von Karl May zur Traditionsbahn unter Dampf

In Radebeul lebte und arbeitete der geniale Reise- und Abenteuerschriftsteller Karl May. In der der Stadt und ihrer näheren Umgebung holte er sich bei seinen ausgedehnten Spaziergängen die Anregungen für die Abenteuer seiner Helden Old Shatterhand und Winnetou. Als er 1895 nach Radebeul kam, fuhr dort bereits die Lößnitzgrundbahn und er soll bei seinen Ausflügen des öfteren selbst mit ihr gefahren sein. Noch heute dampft sie nur wenige Meter an seinem Wohnhaus, dem jetzigen Karl-May-Museum vorbei. Immer im Mai gibt es “May” satt, dann feiert Radebeul den Dichter und seine Helden mit einem großen Fest, bei dem man auch die “Santa-Fe-Bahn” live erleben kann.

Im Jahr 1975, wurde der Verein Traditionsbahn Radebeul gegründet. Er ist damit der älteste Eisenbahnverein in Sachsen. Seine Aufgabe ist in erster Linie die Erhaltung der Traditionen der Lößnitzgrundbahn, und so organisiert er seit der Gründung Sonderfahrten mit historischen Fahrzeugen. Bei einer Fahrt mit dem Zug des Vereins fühlt man sich zurückversetzt in die Zeit der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen. Die historischen Wagen mit hölzernen Sitzen und Schaffner in sächsischen Unifomen sind mehrmals im Jahr zu erleben, so zu Ostern, bei den Karl-May- Fahrten – Überfälle von Cowboys sind dabei nicht ausgeschlossen – oder den traditionellen Nikolausfahrten.

Wollen Sie einmal reisen wie zu Großmutters Zeiten, so kommen Sie doch einmal mit zu einer Sonderfahrt des Traditionsbahnvereins auf den Gleisen der Lößnitzgrundbahn von Radebeul nach Radeburg.


Erlebnisse am Rande
Museum Zeitreise: Das größte Museum über die Lebensart in der DDR, es gibt Seltenes und Alltägliches zu entdecken.
Ortskern Altkötzschenbroda: Historischer Dorfanger mit restaurierten Häusern, zahlreichen Kneipen und Weinstuben.
Wildgehege Moritzburg: Erleben Sie zahlreiche Wildtiere unter naturnahen Bedingungen im weitläufigen Gelände.
Zille-Stadt Radeburg: Alljährlicher Höhepunkt ist hier der größte sächsische Straßenkarneval mit zahlreichen Närrinnen und Narren.
Moritzburger Teichlandschaft: Wander- und Radfahrrouten links und rechts der Lößnitzgrundbahn inmitten der Natur.

Fahrplan
Bahnstrecke der Traditionsbahn Radebeul

Lage

Die Lößnitzgrundbahn nimmt ihren Ausgang in Radebeul, nordwestlich vor den Toren Dresdens gelegen. Die Bahnlinie verläuft in ständiger Steigung durch den Lößnitzgrund, überquert anschließend den Dippelsdorfer Teich und führt dann über Moritzburg bis Radeburg.

Anfahrt mit Bus & Bahn

Die Lößnitzgrundbahn ist bequem mit der Dresdner S-Bahn zu erreichen, dabei besteht in Radebeul Ost günstiger Anschluss. Weiterhin gelangt man auch mit der Dresdner Straßenbahnlinie 4 direkt zur Bahnstation Weißes Roß, wenn man an der Haltestelle Landesbühnen aussteigt. Auskünfte zu den Fahrzeiten der Züge, Straßenbahnen und Busse erhalten Sie online beim Verkehrsverbund Oberelbe (VVO).

Anfahrt mit dem Auto

Per Auto ist die Lößnitzgrundbahn gut angebunden über die A4 (Radebeul) beziehungsweise A13 (Radeburg).

Streckenverlauf



Fahrzeuge Traditionsbahn Radebeul

Dampflokomotiven

Sächsische IV K

Die meistgebaute Lokomotivgattung der sächsischen Schmalspurbahnen ist die sächsische IV K (sprich: viere K). Zwischen 1892 und 1921 verließen nicht weniger als 96 Exemplare dieser Bauart die Lokomotivfabrik vorm. Richard Hartmann in Chemnitz. Einst waren sie daher auf allen 750mm-spurigen Schmalspurbahnen in Sachsen von Carlsfeld bis Zittau und darüber hinaus beispielsweise auf der Insel Rügen anzutreffen. Die Naßdampfloks mit dem charakteristischen 4-Zylinder-Verbundtriebwerk erreichen eine Leistung von rund 210 PS. Weitere technische Daten sind die Fahrzeuglänge von 9.000 mm und die Dienstmasse von max. 29,3 t. Insgesamt sind 22 Exemplare dieser Lokomotivtype erhalten geblieben, davon gehören zwei Stück zum Bestand der Traditionsbahn Radebeul.

99 539 (als IV K 132), Baujahr 1899/1963, SMF/2381
99 586 (als IV K 176), Baujahr 1913/1964, SMF/3606

Sächsische Schmalspurbahn Einheits- und Neubaulokomotiven

Seit über 30 Jahren bewältigen die Einheits- und Neubaudampfloks der ehemaligen Deutschen Reichsbahn Gesellschaft beziehungsweise Deutschen Reichsbahn nahezu allein den Verkehr auf den verbliebenen sächsischen Schmalspurbahnen. Zur Bewältigung des gestiegenen Frachtaufkommens wurden zwischen 1928 und 1933 insgesamt 32 dieser schmalspurigen Einheitsloks beschafft. Da sich die Konstruktion bewährte und nach dem Krieg auch bei den Schmalspurbahnen Lokomotivmangel herrschte, baute die Deutsche Reichsbahn in den Jahren 1952 bis 1956 nochmals 24 Lokomotiven nach, die äußerlich den Einheitsloks sehr ähnlich sind. Mit einer Leistung von rund 600 PS gehören beide Typen zu den stärksten deutschen Schmalspurloks.

Baureihe: 99.77-79
VII K - Neubaulok , 1952-1957, Lokomotivbau "Karl-Marx" Babelsberg ca. 600 PS

Hersteller Lokomotivbau "Karl-Marx" Babelsberg
99 791 1957, nicht betriebsfähig

Diesellokomotiven

Für den Betrieb auf schmalspurigen Industrie- und Anschlussbahnen entwickelte der Lokomotivbau Karl Marx in Potsdam-Babelsberg Ende der 1950er Jahre aus der Kleinlokbarart Ns4 die neue Type V10C, von der 1959 die ersten Exemplare ausgeliefert wurden. Mit 102 PS und bis zu 24 km/h Höchstgeschwindigkeit waren die Maschinen eher für leichte Aufgaben im Zug- oder Rangierdienst vorgesehen, die variable Ausführung der Spurweite ermöglichte Einsätze auf Bahnen mit 600mm- bis 1067mm-Spur. Diese Flexibilität in der Spurweite machte die Loks zum Exportschlager, insgesamt 498 Stück wurden bis 1975 hergestellt.

Lok 1 Typ V10C, Baujahr 1967, LKM/250426, früher DKK Kühlschrankwerk

Wagen

Der Wagenpark umfasst historische Personen-, Zugführer- und Güterwagen aus allen Epochen. Hervorzuheben sind darunter drei original erhaltene vierachsiche Oberlichtwagen von den Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen der Baujahre 1899 bis 1901 sowie ein zweiachsiger Zugführerwagen von 1896.


Historie Traditionsbahn Radebeul

Als vierte schmalspurige Eisenbahn in Sachsen entstand die Verbindung von Radebeul über Moritzburg nach Radeburg, nachdem sich die Pläne einer normalspurigen Eisenbahnlinie von Dresden über Radeburg nach Ortrand zerschlagen hatten. Bereits im Oktober 1883 wurden die Bauarbeiten aufgenommen, weniger als ein Jahr später konnte am 16. September 1884 feierlich die Strecke eröffnet werden.

Schon bald entwickelte sich der Ausflugsverkehr der Stadtbevölkerung Dresdens in das Moritzburger Teichgebiet zu einem wichtigen Standbein der Bahn, die ursprünglich vorrangig der Anbindung der Radeburger und Moritzburger Region an das Elbtal und Dresden diente. Den Güterverkehr bestimmten neben landwirtschaftlichen Erzeugnissen vor allem umfangreiche Kohletransporte, beispielsweise zum Elektrizitätswerk im Lößnitzgrund. Ein wichtiger Güterverkehrskunde war auch das Radeburger Schamottewerke, dieses verfügte ab 1901 über die mit 2,1 km längste Anschlussbahn an einer sächsischen Schmalspurstrecke.

Die beiden Weltkriege überstand die kleine Bahn ohne größere Schäden, um 1955 war der Höhepunkt im Personenverkehr mit bis zu 28 Zügen täglich erreicht. Wenig später bedrohte die zunehmende Verkehrsverlagerung auf die Straße die Bahn in ihrer Existenz, sie zählte nun zu den stillzulegenden Eisenbahnstrecken. Doch das zunehmende Interesse am Touristikverkehr und die erfolgreichen ersten Traditionsfahrten führten 1975 dazu, die Bahn als "Technisches Denkmal" zu erhalten. Der "Traditionsbetrieb" zu besonderen Anlässen ist seither die Hauptaufgabe der Traditionsbahner und wird mit originalgetreu restaurierten Wagen der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen und der Deutsche Reichsbahn Gesellschaft durchgeführt.

 

Kontakt:

Traditionsbahn Radebeul e.V.
PF 10 02 01
01436 Radebeul

Tel.: 0351 2134461
Fax: 0351 2134464


E-Mail-Kontakt

Lage:


Betriebszeiten:

Die Tradiditionsbahn Radebeul fährt zu ausgesuchten Terminen.

Fahrpreise:

Auszug aus der Tariftabelle.

Einfache Fahrt ab Radebeul


ab Radebeul
Moritzburg Radeburg
Erwachsener 7,00 € 8,00 €
Kind
6 bis 14 Jahre
3,50 € 4,00 €

Hin- und Rückfahrt ab Radebeul


ab Radebeul
Moritzburg Radeburg
Erwachsener 13,00 € 14,00 €
Kind
6 bis 14 Jahre
6,50 € 7,00 €
Familienkarte
2 Erwachsene bis 4 Kinder
26,00 € 30,00 €
Gruppen Erw.
ab 10 Pers.
12,00 € 13,00 €
Gruppen Kind
ab 10 Pers.
6,00 € 6,50 €

Veranstaltungen:


Karl-May-Fahrt


Zuckertütenfahrt nach Moritzburg


Karl-May-Fahrt

-
12. Schmalspurbahn-Festival


Fahrt in den Goldenen Herbst

weitere Veranstaltungen

Fahrplan:

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D-01471 Radeburg
Tel: +49 35208 342516


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